Rückblick auf die World Games 2017: „Wir fühlen uns als Team“

(aus der DOSB-PRESSE)

Auch das ist eine positive Bilanz der 10. World Games: Die 187 deutschen Athletinnen und Athleten haben sich in den zehn Tagen in Breslau als ein Team gefühlt – als World Games Team Deutschland.

Simon Albrecht ist ein Einzelkämpfer. Als Speedskater in der Spezialdisziplin Sprint gleitet er entweder allein über die Bahn oder muss sich in einem Pulk von maximal vier Fahrern behaup-ten. Und dennoch hat sich der zweimalige Sieger und Silbermedaillengewinner bei den World Games zugleich als Mitglied einer Mannschaft gefühlt. Damit sprach der Athlet auf einer Presse-konferenz, zu der ihn die International World Games Association (IWGA) eingeladen hatte, für das gesamte World Games Team Deutschland.

Albrecht erzählte von seinen Wettkämpfen, die er mit zweimal Gold und einmal Silber höchst er-folgreich beendete. „Da waren immer andere Athleten anderer Sportarten auf der Tribüne, um mich zu unterstützen“, sagte er. Anschließend haben wir die Medaillen als Team gefeiert. Wir ha-ben immer darauf geachtet, wie sich die anderen schlagen, und wir haben uns gegenseitig auf Facebook gratuliert. Wir haben uns wirklich als Team gefühlt.“

Dirk Schimmelpfennig , DOSB-Vorstand Leistungssport und in Breslau Delegationsleiter des World Games Team Deutschland, vernahm das mit Freude. Er saß neben dem erfolgreichen Athleten und dem Präsidenten der IWGA, José Perurena, auf dem Podium und erläuterte das Konzept, das hinter Team Deutschland steht. „Es gibt hier 186 Team-Mitglieder, aber neben diesen Athleten gehören auch die Trainer, Offiziel-len und das Service-Team dazu. Team Deutschland besteht nicht nur aus Zahlen. Es ist ein neu-es Projekt, und die World Games sind seine erste große Veranstaltung. Wir haben die Idee Team Deutschland entwickelt für alle Multi-Sport-Veranstaltungen wir Olympische Spiele, Olympi-sche Jugendspiele, World Games oder auch die Europäischen Olympischen Jugendfestivals. Wir möchten, dass Team Deutschland nach innen und nach außen wirkt.“

Zum einen solle so das Zusammengehörigkeit, der Teamspirit entwickelt werden. Aus diesem Grund gebe es auch in Breslau wieder ein Deutsches Haus, in dem sich alle Mannschafts-mitglieder und das Team darum herum abends treffen können. Bei der Einladung des deutschen Konsulats und des DOSB habe das gerade erfolgreiche Faustball mit allen anderen gefeiert. „Wir möchten ihnen das Gefühl vermitteln: Wir sind Team Deutschland”, sagte Schimmelpfennig. „Zugleich wollen wir die Marke Team Deutschland entwickeln.“ Dazu gehöre auch ein gewisses Profil, das für die Sportler entwickelt wurde. „Deutsche Athletinnen und Athleten sollen für Erfolg stehen, aber nicht um jeden Preis. Sie sollen für Haltungen wie Respekt, Fairness und Leidenschaft eintreten. Das sind alles keine neuen Erkenntnisse. Aber diese Werte noch einmal zu betonen, hat die Einstellung zum Team noch einmal positiv gefördert“, sagte Schimmelpfennig.

Begleitet wurden die Auftritte des World Games Team Deutschland vor allem auch in den Sozialen Netzwerken. Auch da wurden die Leistungen der Sportlerinnen und Sportler hervorgehoben, deren Weltklasseleistungen sonst nicht so sehr im Licht der Öffentlichkeit stehen. IWGA-Präsident José Perurena, der auf Einladung des Deutschen Konsulats in Breslau Ehren-gast beim Deutschen Abend gewesen war, würdigte dieses besondere Engagement. Er habe das Zusammengehörigkeitsgefühl und die positive Atmosphäre im World Games Team Deutsch-land selbst erlebt, sagte er. „Jeder konnte sehen: Das ist ein Team.“

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